Unsere Meinung zum Rückkauf der SWS-Anteile

28.09.2012

Es bricht eine neue Zeit für Solingen an, die Stadtwerkeanteile werden von Mannheim zurückgekauft.

Für 116 Millionen €.
Ein sehr hoher Preis. Es gibt Fachleute, die sehen den Preis bei ca. 80 Millionen.

Aber die Solinger Verhandlungsposition war eben schwach und das nutzte der Partner aus. Das ist so in der Geschäftswelt und wenn wir durchblicken allen, dass wir unbedingt zurückkaufen wollen, wie geschehen, dann steigt der Preis und wir Solinger müssen zahlen.
Es hätte auch anders laufen können, ich erinnere an den Versuch des OBs, den laufenden Vertrag zu verbessern (SWS 2020). Die FBU fand diesen Weg nicht schlecht, insbesondere die Arbeitsplatzgarantie fand unsere Zustimmung, aber die Mehrheit im Rat (SPD, Grüne, BFS und DSW=Linke) wollte es anders.

Die FBU sieht den Rückkauf kritisch, denn die Lage des Versorgungsmarktes ist heute viel schwieriger als beim Verkauf vor 10 Jahren. Ob alle neuen Zahlen mit eingeflossen in die Preisfindung, ist fraglich? Die Informationen flossen nur scheibchenweise und wenn jetzt Gutachter den Preis erklären sollen, so ist das zu mindestens ungewöhnlich.

MVV macht hier einen guten Deal und man könnte meinen: Wenn es eng wird springt einer ab. Aber, ich will nicht spekulieren.
Tatsache ist, dass der Strommarkt heute heißer umkämpft ist denn je. Die Gewinne aus der Versorgung braucht die Stadt aber dringend für den ÖPNV. Brechen die Gewinne ein, wird´s kritisch.
Zurzeit ist der Strom der SWS zu teuer. Vergleichsportale zeigen das deutlich.
Schon heute gibt es durch viele neue Anbieter einen Preiskampf und der Verbraucher kann rechnen.

Wenn die Nachtstromversorgung in Zukunft, in der jetzigen Form über Nachtspeicher, nicht mehr möglich seinen wird, (ca. jede 10e Wohnung ist betroffen) kann der Verbraucher noch leichter den Stromanbieter wechseln, zumal dazu ja auch die Bundesregierung die Bedingungen vereinfacht hat.

Das alles macht es nicht einfach. Und das nächste Problem steht vor der Tür, wie geht es in Zukunft weiter, finden die SWS einen Partner und wenn ja, mit wie viel Prozent soll er einsteigen? Dazu gibt es bis jetzt nur sehr wage Vorstellungen.

Nach abwägen aller Argumente dafür und dagegen, ist die FBU der Meinung, dass der Preis zu hoch ist und hat im Rat nicht für den Rückkauf gestimmt. Aus unserer Sicht, wird es ohne strategischen Partner kaum gehen. Deshalb müsste hier schnell, aber natürlich gründlich, gehandelt werden.

Die Ziele müssen dargestellt werden, denn die Menschen müssen wissen wohin der Weg führt.

gez. Ulrich Hohn
Ratsmitglied


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