Unsere Meinung zu Verantwortung. Hier: Loveparade am 24.07.2010 in Duisburg

26.01.2011

Ermittlungen nach der Loveparade

Nachdem ein halbes Jahr verstrichen ist, hat man jetzt Verdächtige im Visier.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 11 städtische Mitarbeiter. Der Vorwurf lautet: Fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung, das heißt, es geht um Strafen von drei bis fünf Jahren Haft.

Der Oberbürgermeister Adolf Sauerland ist aber nicht dabei. Er wollte zwar unbedingt die Loveparade in Duisburg, aber jetzt hält er sich im Hintergrund, auch wenn es heißt, er würde seine Beschäftigten verteidigen.

Die Polizeigewerkschaft hat unmissverständlich festgestellt, dass „Stadt und Veranstalter“ geschlampt haben und der Chef dieser Verantwortlichen ist nun mal OB Adolf Sauerland und der Veranstalter Rainer Schaller.

Der Innenminister NRWs Ralf Jäger (SPD) betonte, dass „die Verantwortlichen ermittelt werden müssen und zur Rechenschaft gezogen werden müssen“. Auch verlangte er „im Interesse der Angehörigen eine umfassende Aufklärung“. Am 24. Juli 2010 kamen 21 junge Menschen zu Tode.

Bisher haben alle Beteiligten, die irgendwie für die Sicherheit zu sorgen hatten, jede Art der Mitschuld von sich gewiesen. Das klingt nicht glaubwürdig, keiner ist ehrlich und hat den Mut seine Schuld zuzugeben. Das muss in den Ohren der Hinterbliebenen wie eine Verhöhnung klingen.

Es ist ein Beweis dafür, dass etwas in unserem Staat nicht mehr stimmt. Schaller wollte Geld verdienen im großen Stil um jeden Preis und duckt sich jetzt weg. Sauerland wollte die Superaufmerksamkeit für seine Stadt um jeden Preis und hat jetzt Angst um seinen Job. Jetzt werden sogenannte Bauernopfer nach vorne gestellt, in der Hoffnung, dass man damit die Menschen beruhigen kann. Es bleibt ein fader Beigeschmack und es stinkt zum Himmel.

Es ist mehr als traurig, insbesondere für die vielen Hinterbliebenen.


Mit freundlichen Grüssen



gez.: Ulrich Hohn
Stellvertretender Vorsitzender


Zusatz-Informationen

Die FBU weiterempfehlen
News und Termine
  • 17. März 2017 Siehe Rubrik "Unsere Meinung" zum Thema: Rettet das Ittertal
Presse
Bürger Voting Muss der öffentliche Personennahverkehr in Gänze erhalten bleiben?
    
Jetzt der FBU beitreten
FBU Kreisverband Solingen e. V.
Bechsteinstraße 37
42653 Solingen

E-Mail: info@FBU-Solingen.de
Telefon: (+49) 0212 - 51880
Fax: (+49) 0212 - 5995904

Telefon außerhalb der Geschäftszeit:
(+49) 0178 - 51.88.001

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9-13 Uhr
Ihr Weg zu uns